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05.März 2018

Unfällen mit Dieselfahrzeugen und wie ist der Wiederbeschaffungswert zu berechnen?

Das Bundesverwaltungsgericht zu partiellen und temporären Fahrverboten
hat am 27.02.2018 entschieden.

Da nun die Anordnung von Fahrverboten unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist, dürfte sich die Wertentwicklung von betroffenen Dieselfahrzeugen negativ verändern.

Bei wirtschaftlichen Totalschäden mit Dieselfahrzeugen anlässlich eines Verkehrsunfalles könnte es zukünftig wichtig werden, ob sich der Unfall vor oder nach dem Bekanntwerden des Urteils ereignet hat.

Nach der Definition aus den Kaskobedingungen in der Klausel A.2.5.1.6 der AKB-Musterbedingungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gilt:
„Wiederbeschaffungswert ist der Preis, den der Versicherungsnehmer für den Kauf eines gleichwertigen gebrauchten Fahrzeuges am Tag des Schadensereignisses bezahlen muss.“

Fazit:
Hieraus folgt für den Unfallgeschädigten, dass er vor Bekanntwerden des Urteiles Anspruch auf den zu dem Zeitpunkt gegebenenfalls höheren Wiederbeschaffungswert hat und nicht nur auf den Wert aus der Zeit danach.
Der Zeitpunkt des Schadenseintrittes ist folglich auch für Haftpflichtschäden maßgeblich.