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24.Februar 2017

Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes

Wer seinen Job verliert, muss sich zügig nach Erhalt der Kündigung bei der Agentur für Arbeit melden. Dabei reicht nach einem Urteil des Sächsischen Landessozialgerichtes vom 17.08.2014 ein Telefonanruf nicht aus. Hat sich der Arbeitslose nicht spätestens 3 Monate vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses persönlich arbeitssuchend gemeldet, riskiert er eine Sperrzeit von einer Woche bei seinem Arbeitslosengeld.
Wurde indes alles richtig gemacht, hat der Arbeitssuchende Anspruch auf Arbeitslosengeld I (ALG I). Voraussetzung ist allerdings, dass er sich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet hat und innerhalb der letzten 2 Jahre mindestens 12 Monate lang versicherungspflichtig gearbeitet hat, §§ 136 SGB II, 137 SGB III.

  • Wer innerhalb der letzten 2 Jahre mindestens 12 Monate versicherungspflichtig gearbeitet hat, kann 6 Monate Leistungen beziehen;
  • wer innerhalb der letzten 2 Jahre mindestens 16 Monate versicherungspflichtig beschäftigt war, kann 8 Monate ALG I beziehen;
  • bei mindestens 20 Monaten Beschäftigung erhält der Arbeitssuchende 10 Monat lange Arbeitslosen-
    geld;
  • nach 24 Monaten Beschäftigung erhält er dann 12 Monate ALG I

Ist der Arbeitslose indes jünger als 50 Jahre, bekommt er höchstens 12 Monate lang Arbeitslosengeld. Wer 50 Jahre oder älter ist, kann bis zu 24 Monate lang Arbeitslosengeld bekommen.