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20.Februar 2017

Kürzung des Schadensersatzes nach Verkehrsunfall wegen Abzug neu für alt

Neuerdings ist es so, dass im Rahmen einer Regulierung eines unverschuldeten Verkehrsunfalls es so ist, dass die Versicherer den Anspruch des Geschädigten wegen eines Abzuges neu für alt kürzen.
So wird von den Versicherern argumentiert, dass der Geschädigte bei einer Reparatur bessergestellt sei, weil er Neuteile für die Altteile erhält.

Von der Rechtsprechung ist aber immer wieder darauf hingewiesen worden, dass grundsätzlich der Abzug neu für alt in den meisten Fällen nicht rechtens ist.

Von der Rechtsprechung wird argumentiert, dass der Vermögenszuwachs dem Geschädigten schadens-
bedingt aufgedrängt wurde.
Nach dem Grundsatz von Treu und Glauben (§ 242 BGB) ist dieser Grundsatz daher nur bei Vorliegen eines messbaren Vermögensteils bei dem Geschädigten und festgestellter Zumutbarkeit der Vorteilsanrechnung anwendbar.

In den meisten Fällen kommt also ein Abzug neu für alt nicht in Betracht.

Jedem Unfallbeteiligten ist grundsätzlich zu raten, sich bei der Abwicklung eines Unfallschadens bei Verkehrsunfällen an einen spezialisierten Rechtsanwalt zu wenden.