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14.Dezember 2016

Verkaufsschlager Drohnen

Rund 300.000 Drohnen wurden allein im Jahr 2015 verkauft, so die Einschätzung des Bundesverbandes Technik des Einzelhandels (BVT).
2016 ist die Tendenz steigend.

Kaum einer ist sich beim Kauf eines solchen Flugobjektes bewusst, welche rechtlichen Risiken bestehen.

Gefährliche Zusammenstöße mit Personen, Autos sowie Beinahe-Kollisionen mit Flugzeugen sind hin und wieder der Presse zu entnehmen.

Dabei gibt es eine Reihe von rechtlichen Regeln, mit denen sich Führer der kleinen Luftfahrzeuge unbedingt vertraut machen sollten.

Auch sollte man sich um Versicherungsschutz kümmern, um Überraschungen zu vermeiden.

  1. Grundsatz

    Kommt es beim Flug mit einer Drohne zu einem Unfall, haftet derjenige, der die Drohne fliegt. Das bedeutet, dass alle Flugobjekte grundsätzlich versicherungspflichtig sind.

    Ob nun der Betrieb über die eigene Privathaftpflichtversicherung gedeckt ist, hängt vom konkreten Versicherungsvertrag ab. Hier sollte sich der Nutzer vorher vergewissern und die Einzelheiten kennen.

    Einige Policen sichern private Nutzer von Fluggeräten mit einem Gewicht von höchstens 5 Kg bis zu einer Deckungssumme von maximal 50 Mio. Euro ab.

  2. Es gibt Bereiche, in denen Drohnenflüge verboten sind

    So dürfen Drohnen in Deutschland maximal 100 m hoch und nur in Sichtweite bewegt werden, was etwa einem Umkreis von 300 m entspricht. D.h. natürlich auch, dass Flugobjekte, die sich per GPS selbst steuern, nicht zugelassen sind.

    Das Überfliegen von Naturschutzgebieten, militärischen Objekten, Krankenhäusern, Kraftwerken und Gefängnissen ist ebenfalls nicht erlaubt.

    Bei Flughäfen und Landeplätzen ist ein Sicherheitsabstand von 1,5 Kilometern vorgesehen.

    Sonderregelungen sind zu beachten, die von einer Vielzahl von Städten erlassen worden sind.
    In Berlin beispielsweise dürfen Drohnen ohne Sondererlaubnis nicht innerhalb des S-Bahn-Ringes fliegen.

  3. Beachtung der Persönlichkeitsrechte

    Wer seine Drohne über das Grundstück des Nachbarn lenken möchte, sollte vorher um Erlaubnis fragen, insbesondere, wenn das Flugobjekt mit einer Kamera ausgestattet ist.

    Macht ein Hobby-Pilot Bilder oder Videos von Nachbarn ohne Erlaubnis und stellt diese möglicherweise ins Internet, so macht er sich strafbar.
    Denn es gilt grundsätzlich: Das Recht am eigenen Bild gilt natürlich auch für Luftaufnahmen.

    Und selbst bei Bildern von Gebäuden gibt es Einschränkungen:
    Das Gebäude darf nur so gefilmt werden, wie es von der Straße aus zu sehen ist. Aufnahmen, die etwa den Garten, einen Innenhof oder Personen innerhalb des Innenhofes zeigen, dürfen nicht weiterverbreitet werden.

Nur auf dem eigenen Grundstück darf die Drohne fliegen und sich „austoben“, sofern das Grundstück sich nicht in einer Flugverbotszone befindet.