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28.August 2015

Riester-Rente und nachgelagerte Besteuerung

Seit 2001 sind in Deutschland mehr als 15 Millionen Riester-Verträge abgeschlossen worden.
Soweit so gut, aber wie ist dies mit der Besteuerung?

Die Riester-Rente wird ebenso wie die gesetzliche Rente und die betriebliche Altersvorsorge nachgelagert versteuert.

Was ist die nachgelagerte Besteuerung?

2005 wurde das Alterseinkünftegesetz eingeführt. Der Sparer muss also die Auszahlungen der Riester-
Rente voll versteuern, und zwar mit seinem persönlichen Steuersatz. Würde der Riester-Sparer im Jahr beispielsweise EUR 30.000,00 Einkünfte versteuern müssen, liegt sein Steuersatz bei 18,75 %.

Im Rentenalter sinkt aber oft das Jahreseinkommen, weil die Rente in der Regel niedriger ist als der Arbeitslohn. Entsprechend niedriger fällt dann auch der persönliche Steuersatz aus.

Mit der nachgelagerten Besteuerung ist nach Vertragsabschluss der Vorteil verbunden, dass der Riester-Sparer die in den Riester-Vertrag eingezahlten Beiträge als Sondersteuer von der Steuer absetzen kann – immerhin bis zu EUR 2.100,00 pro Jahr.

Natürlich kann es auch sein, dass die staatlichen Zulagen (bis zu EUR 154,00 pro Jahr) steuerlich vorteilhafter sind als die Geltendmachung des Sonderausgabenabzugs. Hier muss sich der Steuerpflichtige keine Sorgen machen. Das für ihn zuständige Finanzamt prüft im Rahmen der sogenannten Günstiger-
prüfung, welche Variante für ihn steuerlich günstiger ist.