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02.Januar 2015

Wenn Beschenkte Gutscheine erhalten – Was muss rechtlich beachtet werden?

  1. Sind Gutscheine zeitlich befristet, muss der Beschenkte rechtzeitig einlösen. Ansonsten gilt die gesetzliche Verjährungsfrist von 3 Jahren, wobei für den Beginn der Frist das Ende des Kaufjahres ausschlaggebend ist. Ist der Gutschein lediglich auf 6 Monate befristet, so kann eine solche Frist zu knapp bemessen und folglich unwirksam sein. Aber auch hier gibt es Ausnahmen: Ein Gutschein für ein Musical gilt nur so lange, wie dieses aufgeführt wird.

  2. Schafft es der Beschenkte nicht, den Gutschein innerhalb der Einlösefrist einzulösen, so hat der Beschenkte keinen Anspruch darauf, sich den Gutscheinwert in bar auszahlen zu lassen. Ausnahme: Die versprochene Ware oder Dienstleistung wird nicht mehr angeboten. Dann muss der Händler den Wert des Gutscheines bar auszahlen.

  3. Gefällt das Geschenk nicht, so kann lediglich der Gutschein weitergereicht werden, es sei denn, es handelt sich bei dem Gutschein um eine maßgeschneiderte Leistung, die auf die Person des Beschenkten präzise zugeschnitten ist.

  4. Für online erworbene Gutscheine gilt grundsätzlich die 3-jährige Verjährungsfrist ebenso. Allgemeine Geschäftsbedingungen des Onlineanbieters sollten allerdings zuvor geprüft werden im Hinblick auf Einlösefristen oder im Hinblick auf die Konditionen für einen Umtausch.