Aktualität ist ein überaus wichtiges "Gut" unserer Zeit, deswegen erhalten Sie hier kontinuierlich Neuigkeiten aus unserer Kanzlei sowie zu neuen Rechtsbeschlüssen.

05.Dezember 2014

Arbeitsrecht: Neue Entscheidung des Bundesarbeitsgerichtes zum Arbeitszeugnis

Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hatte sich vor kurzem erneut mit der Leistungsbeurteilung in Arbeitszeugnissen befasst.
Das Bundesarbeitsgericht bleibt bei seiner bisherigen Linie, wonach ein befriedigend eine durchschnittliche Leistung anzeigt. Ein befriedigend liegt nach der verklausulierten Zeugnissprache dann vor, wenn vom Arbeitgeber bescheinigt wird, der Arbeitnehmer habe seine Aufgaben „zu unserer vollen Zufriedenheit“ erledigt. Die Formulierung, der Arbeitnehmer habe stets zur vollen Zufriedenheit seine Arbeiten erledigt, bedeutet die Note „2“. Wenn es heißt, dass der Arbeitnehmer stets zur vollsten Zufriedenheit seine Aufgaben erledigt hat, bedeutet dies die Note „1“, also „sehr gut“. Will der Arbeitnehmer für sich geltend machen, dass er die Note „gut“ bzw. „sehr gut“ für sich in Anspruch nehmen kann, hat er hierfür die Beweislast. Dagegen liegt die Beweislast beim Arbeitgeber, wenn er eine schlechtere Benotung als die Note „3“ vornehmen will.