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10.November 2014

Mobiltelefon und Schulunterricht - geht das zusammen?

Mehr als die Hälfte aller Kinder zwischen 4 und 13 Jahren besitzen ein Handy. In der Altersgruppe zwischen 12 und 14 Jahren ist die Verbreitung noch höher. Das Smartphone gehört also bereits zur Standartaus-
stattung der meisten Schüler.
Schulordnungen regeln, wann und wie Schüler ihr Handy in der Schule nutzen dürfen. Dabei ist ein gene-
relles Handyverbot in Schulen rechtlich unzulässig. Vor oder nach dem Schulbesuch können Mobiltelefone jederzeit benutzt werden.

Während des Unterrichtes allerdings sind Mobiltelefone nach den Schulordnungen und Landesschulgeset-
zen verboten und müssen ausgeschaltet sein. Da Landesschulgesetze Ländersache sind, kann es zu unterschiedlichen Regelungen kommen. Bayern gilt als besonders streng: Dort darf das Handy auf dem gesamten Schulgelände nicht eingeschaltet werden.

Wird hiergegen verstoßen, darf die Schule und damit auch ein Lehrer das Handy in Gewahrsam nehmen. Das gilt im Übrigen auch für sämtliche Tablets, Gameboys oder MP3-Player. Jegliches Klingeln von Mobiltelefonen muss als Störung des Unterrichtes geahndet werden.

Dabei darf ein Lehrer das Handy jedoch nicht auf mögliche Anrufe oder SMS untersuchen. Der Schutz des Post- und Fernmeldegeheimnisses untersagt dies.

Ist der Unterricht oder der Schultag beendet, ist dem Schüler das Handy oder Tablet wieder auszuhändigen. Verwahrungen über den Schultag hinaus stellen einen unzulässigen Eingriff in das Eigentumsrecht des Schülers dar.

Bei schulischen Prüfungen ist ein Handy oder Tablet gänzlich tabu.
Durch eine Internetanbindung könnte der Schüler den Versuch starten, ein Täuschungsmanöver zu beginnen. Ferner könnten Handys als Spickzettel benutzt werden. Wird vor Beginn der Prüfung hierauf hingewiesen, kann bei entsprechender Regelung in der Schul- oder Prüfungsordnung die Arbeit des Schülers als „ungenügend“ bewertet werden.