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29.Juli 2014

TROTZ MITVERSCHULDEN BEI EINEM VERKEHRSUNFALL – VOLLER SCHADENSERSATZ –

In der Praxis passiert es häufig, dass bei einem Verkehrsunfall ein Mitverschulden gegeben ist. Soweit in einem solchem Falle zunächst die eigene Vollkaskoversicherung in Anspruch genommen wird, sind über diese Vollkaskoversicherung der Fahrzeugschaden, die Wertminderung, die Sachverständigenkosten und Abschleppkosten vollumfänglich abgedeckt.

Durch die Vollkaskoversicherung nicht abgedeckt sind Mietwagenkosten, Nutzungsausfall, Verschrottungskosten, Ladungsschaden, Verdienstausfallschaden, allgemeine Kostenpauschale.

Diese Schadenspositionen können nun im Rahmen des „Quotenvorrechtes“ bei der unfallgegnerischen Haftpflichtversicherung geltend gemacht werden, und zwar einschließlich der Prämiennachteile, die man bei der Vollkaskoversicherung möglicherweise erlitten hat.

Die letztgenannten Schadenspositionen, die also nicht von der Vollkaskoversicherung abgedeckt sind, können bis zu der Höhe der Haftungsquote gegenüber der gegnerischen Versicherung beansprucht werden.

Beträgt also beispielsweise der Gesamtschaden EUR 10.000,00 und ist ein Mitverschulden von 50 % gegeben, kommt also in Betracht bis zu einem Betrag in Höhe von EUR 5.000,00 gegenüber der gegnerischen Versicherung diejenigen Positionen voll abzurechnen, die über die Vollkaskoversicherung nicht abgedeckt sind und zwar einschließlich Prämiennachteile in der Vollkaskoversicherung.