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24.Juli 2014

Nicht ausgezahlte Gehaltsbestandteile an Gesellschafter-Geschäftsführer

Werden Gehaltsbestandteile für einen Gesellschafter-Geschäftsführer nicht ausgezahlt, so stellt sich die Frage nach dem Zufluss von Arbeitslohn.

Durch Urteil des Bundesfinanzhofes vom 15.05.2013 zu Aktenzeichen VI R 24/12 wurde ein Zufluss ver-
neint, wenn die Auszahlung über Jahre unterblieben ist. Das Gericht ging bei einem nicht beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer davon aus, dass in einer jahrelangen Übung eine einvernehmliche Aufhebung der ursprünglichen Gehaltszusage zu sehen sei.

Gänzlich anders ist dies jedoch bei einem beherrschenden Gesellschafter. Dort muss geklärt werden, ob ein Verzicht auf den Gehaltsbestandteil (z. B. Urlaubs- oder Weihnachtsgeld) vor der Fälligkeit oder erst nachträglich erklärt wird. Liegt der Verzicht vor der Fälligkeit, wird kein Zufluss angenommen. Erfolgt er erst nachträglich, liegt eine verdeckte Einlage in die Gesellschaft vor.