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24.Juli 2014

Änderungen bei der Entfernungspauschale gem. § 9 Abs. 1 Nr. 4 EStG

Für Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (erster Tätigkeitsstätte) kann grundsätzlich eine Pauschale von EUR 0,30 für jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen beiden Orten als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Wird für diese Fahrten kein eigener Pkw oder Dienstwagen benutzt, ist die Entfernungspauschale auf
EUR 4.500,00 jährlich begrenzt.

Mit der Entfernungspauschale sind grundsätzlich alle Aufwendungen, die dem Arbeitnehmer im Zusammen-
hang mit der Nutzung des Pkws für die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstelle entstehen, abgegolten.

Zweifellos fallen darunter die Kosten für Treibstoff, Versicherung, Finanzierung, Parkgebühren und Auf-
wendungen infolge Diebstahls. Bislang zählten dazu nicht die Kosten eines Unfalles auf der Fahrt zur Arbeitsstelle. Diese konnten gesondert geltend gemacht werden.

Durch Urteil des Bundesfinanzhofes vom 20.03.2014 zu Aktenzeichen VI R 29/13 fallen Reparaturauf-
wendungen als Folge eines Unfalles oder einer Falschbetankung nun nicht mehr unter den Begriff „außergewöhnliche Aufwendungen“, die nicht von § 9 Abs. 1 Satz 4 EStG erfasst werden.

Nach Auffassung des Bundesfinanzhofes ist die Formulierung in § 9 Abs. 2 Satz 1 EStG, wonach die Entfernungspauschale sämtliche Aufwendungen abgelte, wörtlich zu nehmen.

Reparaturaufwendungen als Folge eines Unfalles auf dem Weg zur Arbeit können daher neben der Entfernungspauschale nicht mehr gesondert als Werbungskosten abgesetzt werden.