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10.Juli 2014

Was ist der Unterschied zwischen Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe bzw. Verfahrenskostenhilfe?

1. Beratungshilfe

Für einen außergerichtlichen Rat bzw. für eine außergerichtliche Vertretung durch einen Rechtsanwalt kommt für den Rechtssuchenden die Gewährung von Beratungshilfe in Betracht, d. h., die anwaltlichen Gebühren werden insoweit von der Staatskasse übernommen.

Bei der Beratungshilfe erfolgt eine Eigenbeteiligung in Höhe von EUR 15,00.

In einfach gelagerten Rechtsfällen verlangen aber die Gerichte, die über die Gewährung von Beratungshilfe zu entscheiden haben, dass der Rechtssuchende zunächst selber einmal versucht, das Problem durch eigene Initiative zu lösen.

2. Prozesskostenhilfe

Die Prozesskostenhilfe betrifft das gerichtliche Verfahren, d. h. auf Kosten der Staatskasse wird einer Partei in einem Gerichtsverfahren ein Anwalt beigeordnet.

Je nach Einkommensverhältnisse kann es sein, dass die Beiordnung eines Rechtsanwalts mit der Maßgabe erfolgt, dass monatlich bestimmte Raten an die Staatskasse zu zahlen sind, max. 48 Raten.

Soweit familienrechtliche Verfahren betroffen sind, spricht man nicht von Prozesskostenhilfe, sondern von Verfahrenskostenhilfe.